• 29. September 2023 19:46

Betrug bei legalem Haustürgeschäft

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Im Zeitraum vom 05.12 bis zum 15.12.2022 wurde eine 57-jährige Lübeckerin durch einen Vertriebsmitarbeiter für Energie- und Telekommunikation im Rahmen sogenannter Haustürgeschäfte mehrfach aufgesucht. Unter einer Legende verschaffte er sich Zugang zu ihrer EC-Karte und erlangte so in Summe einen vierstelligen Bargeldbetrag. Der Mann konnte vorläufig festgenommen werden.

Zunächst gab der Mann, der aus Mecklenburg-Vorpommern stammt, an, dass die Kundin aufgrund ihrer langjährigen Treue eine Geldprämie erhalten würde. Dazu benötige er jedoch ihre EC-Karte, um die Prämie gleich auszahlen zu können. In den Folgetagen kam es zu wiederholten Besuchen des Mannes, bei denen durch die Geschädigte abermals EC-Karte und PIN ausgehändigt wurden.

Als Grund wurden durch den Täter angebliche Probleme bei der Auszahlung vorgeschoben. Insgesamt hat der Täter einen hohen vierstelligen Betrag vom Konto der Geschädigten abgehoben, wobei der Geschädigten in zwei Fällen kleinere Geldbeträge durch den Täter ausgezahlt wurden. Die Geschädigte bemerkte die Taten und erstattete bei der Polizei eine Strafanzeige.

Am 18.12.2022kam es zu einem erneuten telefonischen Kontakt zwischen der Geschädigten und dem Täter, bei dem ein Treffen für den Folgetag vereinbart wurde. Hierüber benachrichtigte die Geschädigte die Polizei. Am 19.12.2022 erfolgte im Zuge operativer Maßnahmen durch Kriminalbeamte des Kommissariats 14 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck die Festnahme des Tatverdächtigen an der Wohnanschrift der Geschädigten. Das Kommissariat 14 überprüft derzeit einen Zusammenhang mit einem weiteren, ähnlich gelagerten Fall aus Lübeck. Die Ermittlungen dazu dauern an.

In Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der Beschuldigte nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen entlassen und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet.

Die Polizei gibt folgende Präventionstipps:

   - Seien Sie skeptisch bei Geschäften an der Haustür
 - Vereinbaren Sie im Zweifel einen neuen Termin und informieren Sie das betreffende Unternehmen, lassen Sie sich von dort die Echtheit bestätigen.
   - Geben Sie niemals Auskunft über Ihre Vermögenswerte.
- Händigen Sie in keinem Fall Bankkarten und schon gar keine PIN- 
     oder TAN-Nummern aus.
 - Sollten Sie geschädigt worden sein, informieren Sie auf jeden 
     Fall die Polizei.
Foto: (c)  	Siegfried Fries
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